Solar - aber welches?

AIS Raymarine

Länger Segeln ohne nerviges Motorgeräusch
Auch wenn man bei besten Windbedingungen nur von der Kraft des Windes angetrieben wird, bleibt einem leider viel zu oft nichts anderes übrig, als dennoch den Motor einzuschalten. Denn wenn man den Kühlschrank und den Autopiloten gleichzeitig in Betrieb hat, geht einem nach einem nach einem halben Tag schon der Saft aus. Ärgerlich - denn gerade als Segler genießen wir doch am Liebsten das ungestörte Geräusch des Windes und der Wellen In Rigg und am Rumpf. Sonst könnten wir ja gleich Motorboot fahren.

AIS Raymarine
Nie zu heiß, angenehm zum Liegen

Wie oft musst du den Motor anwerfen um deine Batterien zu laden?
In unserem Fall, bei gleichmäßigem Wind mit 6 BFT Tag und Nacht, war dies alle 9 Stunden für etwa 3-4 Stunden nötig. Ein erfahrener Techniker meinte einmal zu mir, in Wahrheit bräuchte ein herkömmliches Dieselaggregat rund 12 Stunden um leere Batterien wieder voll aufzufüllen. Kein Wunder also, wenn Charterboote mit entladenen Batterien zur Base zurückkehren, weil der Skipper meint, mit einer Stunde pro Tag ist dem Batterienaufladen Genüge getan.

Umwelt
Nun ist man also mit dem umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel der Welt unterwegs und belastet trotzdem die Umwelt, obwohl genug Wind vorhanden wäre? Wie pervers ist das?

FERTIGGGGGGG!

Mögliche Lösungen
Ein Windgenerator scheint zwar für Kapverden durchaus sinnvoll, jedoch für den Hochsommer in der Adria ist er aufgrund des beschränkten Wirkungsbereichs und der störenden Windgeräusche in der Nacht weniger sinnvoll. Also war schnell klar, dass Solar die präferierte Lösung wird.

Ästhetik
Wenn man sich in Marinas und Häfen Segelboote mit Solar ansieht, erkennt man die gängisten Lösungen für die Installation:
1) Auf einem Stahl oder Aluträger im hinteren Bereich des Biminis
2) An der Seite an der Reeling, zumeist im Winkel verstellbar.
3) Mittels flexibler Paneele am Bimini selbst oder an freien Deckstellen.

Alle diese Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Egal wo man die Panels platziert, nicht immer werden sie sich in der direkten Sonne befinden, sondern führen durch Abdeckung durch Segel und Großbaum hin und wieder ein Schattendasein. Aus ästhetischen aber auch technischen Gründen haben wir uns für ein Paneel am Deck unter dem Großbaum entschieden.

Wer rastet, röstet
Grenzgenial - die Bluetooth-App!

Michael Körner, den ich rein zufällig auf einer Segelveranstaltungen kennengelernt habe, betreibt in Österreich die Firma SOLBIAN, die sich auf flexible Paneele, maßgeschneidert für die jeweilig vorhandene Fläche und den zu erwartenden Schatten auf Segelbooten, aber auch KFZ spezialisiert hat. Er ist auf allen großen europäischen Bootsmessen vertreten und wir würden uns freuen, falls du ihn dort triffst, wenn du ihn von uns und diesem Blog schön grüßen lässt.

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Vorteile der flexiblen Solar-Paneele:

  • Das Paneel wird vom Solbian-Team maßgeschneidert, ist selbstklebend und kann mit ein wenig technischen Geschick selbst geklebt, verbaut und installiert werden. Dazu gibt es auch Videoanleitungen.

 

  • Bei etwas höheren Kosten bietet diese Variante folgende Vorteile: 
    -> Sie sind begehbar, selbst bei starker Sonneneinstrahlung kann man problemlos darauf liegen.
    -> Mit integrierten Bypassdioden auf das Schiff optimiert, und bringen auch bei Schatten optimale Leistung.
    -> Eine teure Stahlkonstruktion am Heck entfällt.
  • Die Paneele kommen mit einer Bluetooth-App, die die Leistung anzeigt und (bei Vercharterung grenzgenial) eine Statistik über die Batterienutzung und Entladung darstellt.

Technischen Daten des Moduls: 

  • 176Wp sorgen für eine tägliche Ladung zwischen 50 und 70 Ah (bei 13V) - ausreichend um die meisten Verbraucher an Bord 24h am Tag zu betreiben.
  • Mit 2,5kg Gewicht ein Leichtgewicht.
  • 5 separate Strings und erhöhte Leerlaufspannung für optimale Schatten-Toleranz: Fast die Hälfte des Moduls kann komplett abgedeckt werden, es liefert weiterhin Strom - optimiert auf Schatten durch den Großbaum
  • Das Modul passt sich der Form des Decks an und ist begehbar
  • Die Kabel werden unsichtbar unter dem Solarmodul durch das Deck geführt
  • Vormontierter Klebstoff macht die Installation besonders einfach


Fazit 
Mehr Leistung geht natürlich immer, aber das 176WP Panel macht neben einer guten Figur am Schiff bei Schönwettersegeln den Motor als Stromaggregat obsolet. Autopilot UND Kühlschrank konnten immer gleichzeitig betrieben werden und neben dem guten Gefühl etwas für die Umwelt getan zu haben, hält auch der Motor länger, weil er weniger oft zur Stromgewinnung "missbraucht" wird.  

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  Erwin Haas 10in2 sailisfaction
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